Team

Johanna Bakdi
Buch, Regie, Kamera, Schnitt

Johanna Bakdi, geboren 1988 in Bad Kötzting. Hochschulreife, Studium der Theaterwissenschaften an der LMU München, Filmstudium an der ZeLIG School for Documentary, Television and New Media in Bozen. Seit 2013 Editorin für nationale und internationale Filmprojekte.

Filme

2013  „Ashalt Cowboys“. Doku-Serie, 3. Staffel, DMAX
2014  „Heimat“, Dokumentation, Preview Productions
2014  „Tuning Profis“, Doku-Serie, VOX
2014  „Bavaria Vista Club“, Kino-Dokumentarfilm, Regie: Walter Steffen
2015  „Happy Welcome“, Kino-Dokumentarfilm, Regie: Walter Steffen
2016  „Passion for Planet“, Kino-Dokumentarfilm, Regie: Werner Schüssler
2016  „Beruf Tierfilmer: Rita Banrji“, TV-Doku, Regie: Werner Schüssler
2016  „Beruf Tierfilmer: Mark Shelley“, TV-Doku, Regie: Werner Schüssler
2016  „Der auf die Tiere wartet – Jan Haft“, TV-Doku, Regie: W. Schüssler
2018  „Emma Thompson – ihr Lebenswerk“, Filmfest München
2019  „Oansno – Nachts am Stachus“, Musikvideo (auch Regie)
2016 – 2024 Diverse Trailer für TV- Sender und Streaming-Anbieter
2025  „Nürnberg 45 – im Angesicht des Bösen“, Dokumentation, ARD History
2025  „Zurück in den Bunker“, Social Media Kampagne, ARD History
2025  „Die Deutschen rüsten auf“, Social Media Dokumentation, ARD Story

Motivation der Filmemacherin Johann Bakdi:

Das Thema Pflege betrifft mehr und mehr Menschen, sei es, weil sie selbst auf Hilfe angewiesen sind, oder weil sie einen Angehörigen pflegen. Im Dezember 2023 waren in Deutschland knapp 5,7 Millionen Menschen pflegebedürftig. Das ist ein Anstieg von 15 Prozent im Vergleich zu 2021. Heute kümmern sich fast acht Millionen Menschen in Deutschland Zuhause um ihre pflegebedürftigen Angehörigen – Tendenz steigend.

Ich habe selbst erlebt, was es meiner Mutter abverlangt hat, sich rund um die Uhr um meine pflegebedürftige Oma zu kümmern, die im Haus unserer Familie gewohnt hat. Es war schwer zuzuschauen, wie sich meine Mutter aufgeopfert und sich selbst dabei vergessen hat. Trotzdem hat sie immer versucht, ein Lächeln auf den Lippen zu haben. Es gab keine Zeit mehr für ihre Partnerschaft mit meinem Vater, keine Zeit mehr für sich selbst, keine Zeit für Hobbies, geschweige denn Urlaub. Stattdessen war sie nur gehetzt und unter Stress, jeden Tag, jede Nacht.

So wie meiner Mutter geht es Millionen von Menschen. Trotzdem spricht kaum jemand darüber. Meist findet alles hinter verschlossenen Wohnungstüren statt, aus Angst, aus Scham, aus Überforderung und weil die Sorge groß ist, angesichts der Zweifel und der eigenen Unzulänglichkeiten verurteilt zu werden.

Ich möchte mit diesem Film Menschen zusammenbringen, die sich gesehen fühlen wollen. Ich wünsche mir, dass sie durch diesen Film inspiriert werden und erkennen, dass niemand perfekt sein kann und dass sie nicht alleine sind mit ihren Fragen, ihrer Trauer, ihrer Scham und ihrem Hadern mit sich selbst.

Ich wünsche mir auch, dass der Film andere Menschen in ähnlicher Situation dazu inspiriert und ermutigt, zu erkennen, dass es jeden Tag aufs Neue die Möglichkeit gibt, wie der Clown immer wieder mit Zuversicht aufzustehen und dass jeder Mensch es immer wieder aufs Neue versuchen darf.

Es gibt unzählige Faktoren, die zu der Entscheidung führen, ob man Angehörige Zuhause zu pflegen kann oder sie in ein Heim gibt. Jede Familiensituation ist eine andere und jeder Mensch ist anders. Was aber allen hilft, ist ein Austausch und das Sichtbarwerden dieses wichtigen Themas. Jeder Mensch sollte in unserer Gesellschaft Gehör finden und nicht alleine gelassen werden – sei es als Pflegebedürftige oder als Pflegende.


Walter Steffen
Produzent

Walter Steffen, geboren 1955 in Oberstdorf / Allgäu. Filmemacher seit 1980. Diverse preisgekrönte Kurzfilme (Locarno, Bilbao, Trondheim u.a.). Seit 1989 Drehbuchautor für Film & TV mit mehr als 50 realisierten Drehbüchern. Seit 2007 insgesamt 20 Kinofilme als Autor, Regisseur und Produzent mit nationalen und internationalen Auszeichnungen.

Kinofilme (Auswahl):

2008 „Bulldogs“, Kino-Dokumentarfilm, 80 Min.
2009 „Netz & Würm“, Kino-Dokumentarfilm, 95 Min.
2010 „Zeug & Werk“, Kino-Dokumentarfilm, 85 Min.
2011 „Endstation Seeshaupt“, Kino-Dokumentarfilm, 97 Min.
2011 „Gradaus Daneben“, Kino-Dokumentarfilm, 88 Min.
2013 „München in Indien“, Kino-Dokumentarfilm, 90 Min.
2013 „Trüffeljagd im 5Seenland“, Kino-Dokumentarfilm, 80 Min.
2014 „Bavaria Vista Club“, Kino-Dokumentarfilm, 88 Min.
2015 „Happy Welcome“, Kino-Dokumentarfilm, 85 Min.
2017 „Fahr ma obi am Wasser…“, Kino-Dokumentarfilm, 95 Min.
2019 „Joy in Iran“, Kino-Dokumentarfilm, 90 Min.
2019 „Alpgeister“, Kino-Dokumentarfilm, 96 Min.
2021 „Mein Daheim im Oberland Teil 1 & Teil 2“, Kino-Dokumentarfilme, je 90 Min.
2022 „Auf Tour Z’Fuaß“, Kino-Dokumentarfilm, 108 Min.
2023 „Schafstage“, Kino-Dokumentarfilm, 85 Min.
2025 „Ein stummer Hund will ich nicht sein!“, Kino-Dokumentarfilm, 97 Min.
2026 „Cinema Utopia“, Kino-Dokumentarfilm, 90 Min., Uraufführung 09/2026, Kinostart Herbst 2027

Sowie…

Filmmusik: Titus Vollmer

Sounddesign & Mischung: Tomas Bastian

Artworks: Michael Faht

Presse: Maren Martell

Webhosting: Daniel Ahrndsen